<Back to news

23. Okt. 2026

Ausruhen, spielen, bewegen: So gelingt die richtige Ferienbalance

Warum aktive Zeiten auch in den Herbstferien guttun

The Little Gym High Five

Endlich Ferien. Kein Wecker, keine Hausaufgaben und morgens vielleicht noch eine Runde im Schlafanzug. Für viele Familien sind die Herbstferien eine willkommene Pause vom gewohnten Alltag.

Gleichzeitig verändert sich der Tagesrhythmus. Schule oder Kita fallen weg, Mahlzeiten verschieben sich und nicht immer steht morgens schon fest, was der Tag bringt.

Genau das darf in den Ferien so sein.

Trotzdem kann es Kindern guttun, wenn neben all der freien Zeit ein paar vertraute Elemente erhalten bleiben. Bewegung kann dabei ein angenehmer Bestandteil des Ferientages sein, ob draußen im Herbstlaub, auf dem Spielplatz oder in einer vertrauten Kursstunde bei The Little Gym Düsseldorf.

Wenn der Alltag Pause macht, fällt auch Bewegung weg

Wie viel sich Kinder im Alltag bewegen, fällt oft erst auf, wenn dieser Alltag plötzlich fehlt.

Der Weg zur Schule oder Kita, Pausen auf dem Außengelände, Treppen, Sportstunden und das Spielen mit anderen Kindern sorgen über den Tag verteilt für viele kleine aktive Momente. In den Ferien fällt ein Teil davon weg.

Forschung zu Schulferien beschäftigt sich genau mit diesem Effekt. Eine systematische Übersichtsarbeit zu längeren Sommerferien zeigt, dass Kinder in dieser Zeit tendenziell mehr sitzen und sich teilweise weniger bewegen. Strukturierte Ferienprogramme konnten körperliche Aktivität erhöhen und sitzende Zeit reduzieren. Die untersuchten Programme waren sehr unterschiedlich, deshalb lassen sich die Ergebnisse nicht einfach auf jede Ferienwoche übertragen. Sie zeigen aber, wie stark der normale Tagesablauf zum Bewegungsverhalten von Kindern beiträgt.[1]

Für Herbstferien bedeutet das nicht, dass plötzlich ein Sportprogramm her muss. Es lohnt sich einfach, Bewegung bewusst mitzudenken.

Wie viel Bewegung brauchen Kinder eigentlich?

Die Empfehlungen unterscheiden sich je nach Alter.

Für Kinder zwischen einem und vier Jahren empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation täglich mindestens 180 Minuten unterschiedliche körperliche Aktivität, verteilt über den Tag. Bei Drei- bis Vierjährigen sollte davon mindestens eine Stunde intensiver sein. Für Kinder und Jugendliche zwischen fünf und siebzehn Jahren empfiehlt die WHO durchschnittlich mindestens 60 Minuten moderate bis intensive Aktivität pro Tag.[2]

Dabei zählt längst nicht nur organisierter Sport. Toben, Klettern, Laufen, Radfahren, aktive Wege und freies Spiel gehören genauso dazu.

Bewegung unterstützt unter anderem Muskeln, Knochen, Herz und Kreislauf sowie die körperliche Fitness. Gerade bei jüngeren Kindern ist sie außerdem ein wichtiger Weg, den eigenen Körper und die Umgebung kennenzulernen.[2]

Ferien brauchen Bewegung und Erholung

Mehr Bewegung bedeutet deshalb nicht mehr Termine.

Kinder brauchen in den Ferien ebenso ruhige Phasen, Schlaf, freies Spiel und Zeit ohne Programm. Ein aktiver Vormittag und ein gemütlicher Nachmittag schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Ein guter Ferientag kann beides enthalten.

Auch vertraute Abläufe können dabei hilfreich sein. Das Center on the Developing Child der Harvard University beschreibt vorhersehbare Routinen und Stabilität als Bestandteile einer unterstützenden Umgebung für Kinder. Gleichzeitig gehören neue Erfahrungen und Abwechslung ebenfalls zum Lernen. Entscheidend ist also nicht, jeden Tag gleich zu gestalten, sondern eine gute Balance zwischen Vertrautem und Neuem zu finden.[3]

Das kann ein gemeinsames Frühstück sein, das gewohnte Abendritual oder eben eine bekannte Turnstunde mitten in einer sonst spontanen Ferienwoche.

Wenn Körper und Kopf gemeinsam arbeiten

Beim Klettern, Balancieren, Springen oder Rollen passiert außerdem mehr als reine Bewegung.

Kinder hören eine Aufgabe, merken sich Abläufe, schätzen Abstände ein und entscheiden, was sie als Nächstes tun. Funktioniert etwas nicht wie erwartet, müssen sie reagieren und vielleicht eine andere Lösung ausprobieren.

Neben Gleichgewicht, Koordination, Kraft und räumlicher Orientierung kommen dabei auch Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Impulskontrolle und flexibles Denken ins Spiel.

Forschungsübersichten zu sogenannten exekutiven Funktionen zeigen, dass körperliche Aktivität diese Prozesse bei Kindern positiv beeinflussen kann. Besonders interessant erscheinen Bewegungsformen, bei denen Kinder gleichzeitig aufmerksam sein, Entscheidungen treffen und auf wechselnde Situationen reagieren müssen.[4]

Das bedeutet natürlich nicht, dass jede Turnstunde automatisch Konzentration oder schulische Leistungen verbessert. Es zeigt vielmehr, warum abwechslungsreiche Bewegung Körper und Kopf gleichzeitig beschäftigen kann.

Bewegung darf einfach sein

Für einen aktiven Ferientag braucht es trotzdem keine besondere Planung.

Ein Spaziergang kann zum Blättersammeln werden. Ein Baumstamm lädt zum Balancieren ein. Pfützen werden übersprungen, auf dem Spielplatz wird geklettert und zu Hause entsteht aus ein paar Kissen ein kleiner Parcours.

Nicht jede Aktivität braucht ein Ziel. Kinder dürfen ausprobieren, Pausen machen und selbst Ideen entwickeln.

Gerade in den Ferien darf Bewegung vor allem eines sein: etwas, das Freude macht.

Vertraute Kurse und zusätzliche Camp-Tage

Bei The Little Gym Düsseldorf machen unsere regulären Kurse auch in den Herbstferien keine Pause.

Für Kinder kann die vertraute Stunde ein schöner Fixpunkt sein. Sie kennen die Räume, unsere Kursleiter:innen und den Ablauf, erleben gleichzeitig aber neue Übungen und Bewegungsaufgaben.

Zusätzlich bieten wir während der Herbstferien Camp-Tage an. Dort verbringen Kinder einen aktiven Ferientag mit Bewegung, gemeinsamen Aktivitäten und abwechslungsreichen Aufgaben.

Gerade für Familien, in denen die Eltern während der Schulferien arbeiten, können diese Tage gleichzeitig ganz praktisch bei der Ferienplanung helfen.

So bleibt Bewegung Teil der Ferien, ohne dass die ganze Woche durchgetaktet sein muss.

Ferienmodus an, Bewegung bleibt

Herbstferien dürfen langsamer, spontaner und gemütlicher sein als der normale Alltag.

Gerade weil Schulweg, Pausenhof und andere tägliche Bewegungsmomente wegfallen, lohnt es sich aber, Kindern weiterhin ausreichend Gelegenheit zum Aktivsein zu geben.

Mal ist das ein Spaziergang durchs Herbstlaub, mal ein Nachmittag auf dem Spielplatz, eine Turnstunde oder ein Camp-Tag bei The Little Gym Düsseldorf.

Es geht nicht darum, die Ferien zu verplanen. Es geht um eine gute Mischung aus Bewegung, Erholung, freier Zeit und ein paar vertrauten Momenten.

Wir freuen uns auf bewegte Herbstferien mit euch.


Quellen

1. Eglitis et al., International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity, 2024

Health effects of children’s summer holiday programs: a systematic review and meta-analysis

3. Center on the Developing Child at Harvard University, 2026

From Resources to Routines: The Importance of Stability in the Developmental Environment

Kein Update verpassen

Abonnieren Sie unseren Newsletter, um gelegentlich E-Mails zu Veranstaltungen, Neuigkeiten und mehr zu erhalten.